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In unserer Ent­wick­lungs­werkstatt ent­stehen neue Kon­zepte und Modelle, die über Jahr­zehnte hinweg schlüssig und wirksam sind.
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Lernen als Prozess geht auch nach der Aus­bil­dung weiter. Deshalb agieren wir als Netz­werk­orga­nisation.
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Zentrale Säule des isb ist das Angebot von Weiter­bildungen als Akademie und Pro­fessio­na­li­sierungs­institut.
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isb OpenInnovation 2020: Integrative Beratung

Digitaler Meet-Up in Zeiten von Corona

Aufgrund der Corona-Krise haben wir das OpenInnovation in den virtuellen Raum verlegt. Drei intensive Stunden innovativ denken, gemeinsam entwickeln, neu vernetzen. Ein guter Warm-Up für das live Event im Herbst.

Zukunft der Beratung im Dialog: zwischen Strategie-, Technologie- und systemischer Beratung

Worüber wir nachdenken?

In nächster Zukunft wird es angemessen und herausfordernd zugleich sein, dass ein KI-Experte mit einem klassischen Strategieberater und einem systemischen Berater in einem Projekt eng zusammenarbeiten werden. Das stellt hochwertige Integrations- und Kooperationsanforderungen an alle beteiligten Seiten.

Es gilt, ein ganzes Ökosystem zu gestalten, auf Berater- wie auf Kundenseite.

Wie können wir die zunehmend komplexeren Kundenanforderungen durch intelligentes und ressourcenschonendes Zusammenspiel von Berater-Professionen gestalten – und dadurch sowohl den Kundennutzen erhöhen als auch die Berater-Systeme weiterentwickeln?

Versteht sich systemische Beratung heute stark in der Enabling-Rolle, der Rolle, Systeme selbst zu befähigen, ist die Rolle der klassischen Strategie- und Technologieberatung die der Expertenberatung, in dem sie sowohl Know-how als auch Kapazität (Stichwort „verlängerte Werkbank“) in die Kundenorganisation einbringt.

Schon heute zeigt sich an vielen Beispielen, dass dieses Modell des Entweder-oder nicht mehr tragen wird. Auch ein Modell des "ein Beratungsansatz folgt dem anderen nach" führt zu enormen Anpassungs- und Verarbeitungsprozessen in der Kundenorganisation, die damit häufig alleine gelassen wird, denn jede Beratungsintervention trägt gleichzeitig eine bestimmte Beraterkultur in die Organisation. Dann entsteht babylonische Verwirrung ob der unterschiedlichen Beratungsrichtungen anstatt gemeinsamer Ausrichtung und eines Arbeitens Hand-in-Hand. Dieses Hand-in-Hand ist jedoch nicht banal, denn Beraterhaltungen, Interventionslogiken und Geschäftsmodelle sind mitunter deutlich andere. Wer hat für was die Regie und Verantwortung? Es ist ein Milliardengeschäft mit großen, internationalen Beratungshäusern auf der einen Seite und einer fragmentierten und teilweise spezialisierten systemischen Beraterszene auf der anderen Seite.

In nächster Zukunft wird es angemessen und herausfordernd zugleich sein, dass ein KI-Experte mit einem klassischen Strategieberater und einem systemischen Berater in einem Projekt eng zusammenarbeiten werden. Das stellt hochwertige Integrations- und Kooperationsanforderungen an alle beteiligten Seiten.

Was ist isb OpenInnovation und wer steht dahinter?

isb OpenInnovation ist ein Denk- und Austausch-Format in der isb Netzwerkkultur zu Sichtweisen unserer Profession und den Themen unserer Kunden. Es ist für uns ein nächster Schritt der intelligenten Weiterentwicklung unserer Netzwerkarbeit am isb. Mehr über das Format findet Ihr hier.

 

„Die Zukunft kann nur integrative Beratung sein!" (Volker Köhninger)

 Wie wird sich die Unternehmens- und Organisationsberaterszene entwickeln?

Was bedeutet integrative Beratung – für Organisationen und für Beratung? Wie kann sie gelingen? Wie können die dafür notwendige Integrationskompetenz, eine gemeinsame Arbeitskultur und entsprechende Formate als Ökosystem entwickelt werden? Und wie können wir Vertrauen entwickeln, damit Integration überhaupt möglich ist?

54 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten und entwickelten via Zoom Konferenz Ansätze rund um diese Fragen beim virtuellen OpenInnovation 2020 am 1. April. Dieser 4 Stunden Online Sprint war mehr als nur ein guter Warm Up für die aufgrund der Corona-Krise verschobene Veranstaltung. Es war ein konstruktiver und ergiebiger Gedanken- und Ideenaustausch, der Lust auf die Fortsetzung in persona gemacht hat.

Eine „Basis zu schaffen und Kraft zu entwickeln für das Live-Event im Herbst, auch das ist isb Spirit und die Energie dieses virtuellen Treffens", wie Thorsten Veith in seiner Begrüßung hervorhob: „Gerade jetzt in der Krise brauchen wir den Blick nach vorn".

Die sechs Panel Speaker machten den Anfang in der inhaltlichen Diskussion. Sie berichteten von ihren stärksten Erfahrungen in integrativer Beratung: Aspekte wie eine frühzeitige Partizipation und Integration von Beratung, das Spannungsfeld zwischen operativem Geschäft und der Dringlichkeit eines ganzheitlichen Managements sowie die immer stärker werdende Rolle der IT in der Organisation standen allesamt im Kontext der Notwendigkeit einer Gesamtdramaturgie und eines Gesamtrahmens.

In den Erfahrungsberichten wurde deutlich, dass integrative Beratung aktuell in eher fraktal aufgestellten Organisationen auf nicht-integrative Subsysteme trifft. Für Berater stellt sich so die Frage: Wie können wir Systeme und Beratung so gestalten, dass integrative Beratung andocken kann? Dafür braucht es neue Organisationsarchitekturen genauso wie „Generalisten, die den Überblick behalten".

Mit diesen Themen ging es in sechs, vom Design Team moderierten, Breakout Sessions. Hier wurden die Fragestellungen für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer nochmal zusammengefasst, Lösungsvorschläge und weitere Fragen gesammelt und im Anschluss im Plenum vorgestellt.

Ein Fazit: Integrative Beratung kann hier nur gelingen, wenn Kunden und Berater auf beiden Seiten zu ganzheitlichem Denken und Handeln bereit sind, wenn die Bereitschaft zu Öffnung und Vernetzung und Zusammenarbeit da ist – und auch zur Weiterentwickeln und zu manchem Scheitern.

Dank der Offenheit und Flexibilität der Teilnehmenden war das virtuelle OpenInnovation weit mehr als nur ein Ersatz. Die Formate, die sonst von der persönlichen Begegnung leben, wurden im Tun im digitalen Raum ganz selbstverständlich genutzt und auf die gegebene Situation angepasst. Und das Thema Corona blieb in den vier Stunden konzentrierter Arbeit außen vor.

Unser großer Dank gilt:

- allen engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

- unseren Panel Speakern, die sich die Zeit genommen haben, um mit uns ihre Erfahrungen zu teilen:

  • Lilian Matischok - Bosch/Director Digital Business Office
  • Michael Bohnert - BASF/Head of Global Practice Group "Change Excellence"
  • Dr. Jochen Malinowski - Accenture/Managing Director
  • Hans-Georg Frischkorn - langjährige IT-/ Automobilindustrie Managementerfahrung (- Strategie- und Veränderungsberater.
  • Heiko Janssen - Unity AG/Partner, Kompetenzfeldleiter Digitalisierung & Technologie
  • Heiko Schmidt - Audi AG – Leiter Händlerentwicklung


und dem Design Team: Thorsten Veith (isb), Volker Köhninger (Köhninger), Andrea Mikoleit (Managementors), Thomas Theuring (EntwicklungsManufaktur), Alfred Krappel (Köhninger), Birgit Horak (Lurse)