entwickeln

In unserer Ent­wick­lungs­werkstatt ent­stehen neue Kon­zepte und Modelle, die über Jahr­zehnte hinweg schlüssig und wirksam sind.
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vernetzen

Lernen als Prozess geht auch nach der Aus­bil­dung weiter. Deshalb agieren wir als Netz­werk­orga­nisation.
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professionalisieren

Zentrale Säule des isb ist das Angebot von Weiter­bildungen als Akademie und Pro­fessio­na­li­sierungs­institut.
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PionierLabor 2022: TEAM revisited. Am 13. und 14. Mai 2022 in der Villa Toskana in Leimen

Teamentwicklung, Teamarbeit, neue Teamformen: Teams als komplexe Systeme und Keimzelle der Organisation und ihrer Leistungsfähigkeit.

Netzwerken live und lebendig! isb Netzwerker und Netzwerkerinnen entwickeln und lernen beim „Praktiker-Forum von und für Praktiker" – dieses Jahr zum Thema „TEAM revisited".

Zur Agenda.

Obgleich ein seit Jahren viel erforschtes Thema sind heute Fragen der Zusammenarbeit im Team als Ort der Wertschöpfung und und gemeinsam getragener Verantwortung aktueller denn je. Viele haben gerade in den zurückliegenden eineinhalb Jahren der Pandemie sehr wesentlich erlebt und selbst erfahren, wie (Zusammen-)Arbeit gelingt und unter welche Spannungen Teams geraten können. Wie sie, mehr oder weniger gemeinsam, in Zusammenhalt oder nahe am Zusammenbruch, durch sehr unwägbare Zeiten gegangen sind und dies die große Stärke von Teams ausmachen kann.
Wir am isb verstehen Teams als Verantwortungsgemeinschaften. Denn: im Mittelpunkt von Teams steht gemeinsam getragene Verantwortung, um ein Ziel zu erreichen. Und das soll Thema des diesjährigen PionierLabors sein. Weiterlesen...

Auf der Agenda:

Keynote:

Gunnar Bremer: Identitätsentwicklung für Teams als dialogischer Prozess: wesentlich über Wesentliches sprechen

isb Lehrtrainer Gunnar Bremer zeigt in seinem Impulsvortrag Konzepte und Vorgehensweisen auf, wie wir ein sozial komplexes System entwickeln und eine tragfähige Identität in Teams fördern können - ein Blick in die Praxis der Teamidentitätsentwicklung.

 

"Besondere Momente sind für mich, wenn Menschen in einen tiefen Kontakt kommen, und eine zukunftsgerichtete Energie entsteht die fernab von Lippenbekenntnissen ist. Wahrhaftig, tief, dialogisch und sinngebend." Gunnar Bremer


Workshops:

OPEN WO/MEN. Für mehr Vielfalt in der Mannheimer Geschäftsführung

Sabrina Leibrecht, Organizational Development Consultant R2


Stefanie Benz, Global Demand Competency Lead

Als Maßnahme für mehr Frauen im Top-Management hat John Deere in Mannheim ein in Deutschland bislang wohl einzigartiges Reverse-Mentoring-Programms initiiert: OPEN WO/MEN!
Kernzelle von OPEN WO/MEN ist ein Frauen-Netzwerk innerhalb der Organisation, mit der gemeinsamen Aufgabe, jeweils im Mentoring mit einem Geschäftsleitungsmitglied die Perspektive und Herausforderungen von Frauen im Arbeitsalltag zu teilen.
Die vertrauensvolle und längerfristig angelegte Interaktion im Rahmen von OPEN WO/MEN mit der Geschäftsleitung stärkt – und diese wird aktuell wissenschaftlich untersucht – die Leistungsfähigkeit sowie Anpassungsfähigkeit der Organisation nachhaltig.

Sabrina Leibrecht und Stefanie Benz berichten über die Entstehung und die Erfolgsgeschichte des Programms innerhalb der Organisation. Sabrina ist die verantwortliche Projektleiterin und Initiatorin des Programms in ihrer Rolle als Organizational Development Consultant. Die beiden werden aufzeigen, wie andere Organisationen auf ihrer Reise zu mehr Gender Diversität von John Deere lernen können und auch, mit welchen Herausforderungen sie dabei konfrontiert werden können.

Verantwortung – eine systemische Sicht

Iram Mirza

und

Iris Mederer

Wir (5 Master Damen) haben die Verantwortungsthemen für die Wirtschaft digital übersetzt und es aus der isb-Welt in die Wirtschaft herausgetragen. Die moderne Zeit ist digital und das haben wir zu folgenden Fragestellungen in den Fokus gestellt:
Wie gelingt es mir, mein Umfeld für Verantwortungsthemen zu sensibilisieren um Teamarbeit langfristig gut aufzubauen?
Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch mit Euch.

OE live Session mit der Schmid Stiftung

Susanne Ebert, Leiterin der Schmid Stiftung

und

Mario Schmid, Vorstand des Luise Scheppler Heim e.V. Heidelberg

In dieser Live-OE-Session wird Susanne Ebert von der Schmid Stiftung Mario Schmid vom Luise-Scheppler Heim e.V. (das Luise-Scheppler Heim ist eine Jugendhilfeeinrichtung mit 450 Mitarbeiter:innen) zu Teamveränderungen und Teamentwicklung der Organisation interviewen. Die Teilnehmenden werden als Reflecting Team und kollegiales Beratungsteam einbezogen, um an dem Anliegen der Organisation zu arbeiten.
Die Organisation erhält somit einen Beitrag in Form von Resonanz und Ideen zu nächsten Schritten und die Teilnehmenden unterstützen aktiv bei einer aktuellen Herausforderung der Organisation.
Gleichzeitig erhalten die Teilnehmenden Einblick in die herausfordernde und erfolgreiche Arbeit einer großen Jugendhilfeeinrichtung und deren Organisationsentwicklungsprozess.

Positive Energie unter Spannung: Knackpunkte gemeinsamer Verantwortung in einem selbstorganisierten Team

Dr. Anne Ernst, Bereichsleiterin Transformationsmanagement bei enercity AG

Anna Beißner, Product Master Talent Development bei enercity AG

Seit fast 4 Jahren entwickelt sich das Team des Transformationsmanagements bei enercity immer weiter in die Selbstorganisation im ansonsten eher hierarchischen Konzernumfeld. Mit 22 Personen und 5 inhaltlichen Disziplinen ist das Team groß und breit aufgestellt. Von den Erfolgen und Misserfolgen rund um die Themen Ziele und KPIs, Selbstverantwortung und Rollen, Pull-Prinzip und Priorisierungsbedürfnissen erzählen die Leiterin Anne und ihre Stellvertreterin Anna offen und authentisch. Dabei geht es auch um zu beobachtende Muster und Bedürfnisse sowohl nach Freiheit und Unabhängigkeit als auch nach Heimat, Sicherheit und Führung. In diesem Kontext bringen Anne und Anna aktuelle Fragen mit, bei denen die kreativen Ideen der Labor-Teilnehmenden im Sinne kollegialer Beratung hochwillkommen sind.

Die cross-funktionale Linienorganisation - Herausforderung für Führung und Mitarbeitende in einer hybriden Organisationsform - Kulzer GmbH

Jens Kehm: Senior Marketing Manager

Stefan Klomann: Chief Marketing Officer

 

Im Jahr 2019 startete Kulzer ein Experiment mit offenem Ausgang: Die klassischen Rollen von Produktmanagement, Forschung & Entwicklung, Vertrieb und Marketing wurden teilweise aufgebrochen und deren Expertise in acht cross-funktional arbeitenden Teams zusammengeführt. Welche Konsequenzen diese Neugestaltung für die Zusammenarbeit hat, erläutern am Beispiel des Marketings der CMO/Sponsor sowie ein Marketing-Manager/Teamcoach.
Die Session beleuchtet das Spannungsfeld zwischen den sich selbst organisierenden cross-funktionalen Teams als aktiver Teil der Hybridorganisation und den selbstbestimmten Marketing-Abteilungen in der Linienorganisation. Daraus resultiert eine besondere Herausforderung für Führung und Mitarbeitende: die Suche nach einem „Heimathafen" innerhalb der hybriden Organisationsform und somit eine Antwort auf die Frage, welchem Team man sich letztendlich verpflichtet und zugehörig fühlt.

GOOD ist das neue NEW

mit Jule Jankowski (GOOD WORK)

und

André Dörfler (R+V Versicherung).

Jule Jankowski ist systemische Organisationsberaterin und Geschäftsführerin der Beratungsagentur Humiq GmbH. André Dörfler ist Innovations- und Transformationsmanager bei der R+V Versicherung und begleitet das Unternehmen auf seiner KulTour Reise.
Mit dem Podcast GOOD WORK hat Jule Jankowski im März 2020 ein in der Arbeitswelt einzigartiges Feldforschungsprojekt gestartet. Ausgestattet mit ein paar Leitfragen und Arbeitshypothesen hat sie untersucht, wie Menschen mit den radikalen Veränderungen in der Arbeitswelt – ausgelöst durch die Pandemie – umgegangen sind. Mittlerweile ist daraus eine Lernchronik entstanden von annähernd 140 Interviews mit Menschen aus der Mitte der Arbeitswelt und renommierten Vordenkern zum Arbeitskultur und Zukunft der Arbeit. Aus der Fülle dieser Berichte stellt Jule Jankowski die Kernaussagen in Form der fünf GOOD WORK Prinzipien vor.
Im Sparring mit André Dörfler haben die beiden auf Basis der GOOD WORK Erkenntnisse bei der R+V Versicherung eine Vortragsreihe umgesetzt, aus der eine regelrechte Community im Unternehmen entstanden ist. Im Pionier Labor teilen sie ihre Erfahrungen und Entwicklungen im Rahmen dieses Projektes mit den Teilnehmenden. Außerdem stellen die beiden in ihrem Vortrag ihr Konzept für eines selbstmoderiertes Lernentwicklungsprogramms vor und freuen sich über kritisch-konstruktives Feedback für die nächsten Schritte.

Teamentwicklung im Spannungsfeld zwischen Transparenz – Kommunikation – Selbstorganisation

mit Stefanie Junghans

und

Stephanie Fehringer, beide Head of Organizational Development at SAP S/4HANA - in Co-Leadership

Stefanie Junghans und Stephanie Fehringer arbeiten seit gut 1,5Jahren in Co-Leadership in einem Team, das weitgehend selbstorganisiert aufgebaut ist. Nach einem Jahr des Aufbaus und der kontinuierlichen Teamentwicklung ist das Team gut aufgestellt und arbeitet eigenständig.
Stefanie und Stephanie geben im Plenum einen Überblick über ihre Reise als Co-leader und teilen den Weg, den sie in Zeiten von Corona zum Aufbau ihres Teams gewählt haben. In Gruppen möchten Sie über die neuen Herausforderungen (mit besonderem Hinblick auf ein rein virtuelles Teamsetup) und folgende Fragen diskutieren:
• Wie schafft man es, selbstorganisiert und ohne große Reibungsverluste zu arbeiten, ohne dabei wichtige Informationsflüsse einzuschränken?
• Wo und wie findet man die Balance zwischen genügend Transparenz und Kommunikation, ohne als Team zu viel Zeit in Abstimmungen zu verbringen?
• Wie können wir im Team Resilienz aufbauen, um als Organisationsentwicklungsteam erfolgreich Transformationen zu leiten und gleichzeitig erfüllt arbeiten zu können?
• Wie fördern wir eine gesunde Konfliktkultur?
• Wie baut man innovative und high performing Teams?

Konfliktlösungsberatung für eine wissenschaftliche Forschungsorganisation

Dr. Daniel Dietzfelbinger

und

Dr. Andreas Grabenstein, Institut persönlichkeit+ethik

 

Noch vor Beginn der Pandemie im Jahr 2020 wurde das Institut persönlichkeit+ethik GbR gebeten, bei einer wissenschaftlichen Forschungsorganisation eine Konfliktanalyse vorzunehmen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Die Analyse und die weiteren Schritte führten wir dann weitgehend unter Pandemie-Bedingungen durch, d.h. vor allem online – nicht gerade ideal für eine Konfliktanalyse.

War es vor Jahren zunächst ein Konflikt auf persönlicher Ebene, der sich zwischen einer kleinen Gruppe von Mitarbeiter*innen und einer Führungskraft entwickelt hatte, weitete sich im Laufe der Zeit über Parteiungen und Koalitionsbildungen die Auseinandersetzung auf größere Teile des Forschungsinstituts aus. Schließlich eskalierte der Konflikt: Eine Gruppe von Mitarbeiter*innen wandte sich - unter Nichtbeachtung aller hierarchischen Ebenen und internen Konfliktverhaltensvorgaben - direkt an das oberste Aufsichtsgremium des Instituts, das schließlich den Auftrag an das Institut persönlichkeit+ethik vergab.

In unserem Modul schildern wir Euch zunächst die Ausgangssituation und arbeiten dann mit Euch - auch wenn das Projekt in der Vergangenheit liegt - an möglichen Lösungsstrategien und -szenarien.

 Weitere Workshops und Impulse folgen in Kürze.

Was?
zur Agenda

Wann?
Das fünfte PionierLabor findet am 13. Mai 2022 ab 10 Uhr bis 14. Mai 2022 15 Uhr statt!

WO?
Villa Toskana, Leimen

Kosten
280 EUR / Person
390 EUR für zwei Personen "Netzwerker +1"

3- Gänge-Menü und weitere Verpflegung inklusive
Anmeldung
zum Anmeldeformular (PDF)

...Ihr wollt mehr über die Initiative des isb PionierLabors erfahren? Dann einfach weiterlesen...

Ideen, Projekte, Fragen?
Laura Sobez

Weiterlesen zum Thema:
Viele Veränderungsbemühungen in Organisationen drehen sich heute um die Fragen, wer das Ziel und die damit verbundene Verantwortung bestimmt. Ziele können verstanden werden als Endpunkt oder vielmehr als Ausrichtung. Hier verändern sich Teams und ihre Arbeitsweise massiv. Sie sollen befähigt werden, sich ihre Themen zu „ziehen" und nicht mehr von einer höheren Stelle die Aufgaben und die Art und Weise verordnet bekommen, wie sie diese Aufgabe und das Ziel erreichen. Es geht also um Lernen, um verbesserte Selbststeuerung und mehr Selbstverantwortung im System insgesamt und insbesondere in Teams als Zellen der Organisation. Die Grenzen von Teams verändern sich dabei permanent und damit werden Fragen aufgeworfen, wie sich ein Team versteht und wer in welchen Rollen mit welchen Beiträgen dazugehört. Umso mehr geht es in jeder Form der Organisation der Zusammenarbeit, ob hierarchisch und/oder in Formen hoher Selbstorganisation um Verantwortungsdialoge, Verantwortungsklärung und Führung.

Führung entsteht an der Schnittstelle von vertikalem und horizontalem Zusammenspiel und Zusammenwirken (nach Bernd Schmid). Verantwortung in Organisationen wird sowohl horizontal im Team wie auch vertikal ebenenübergreifend übernommen. 
Thorsten Veith, Leitung isb GmbH

Teamentwicklung und die Weiterentwicklung von Formen der Zusammenarbeit, die die Wirkungsketten fokussiert (vom Zentrum in die Peripherie, über Hierarchieebenen, Produkt- und Entwicklungsbereiche und alle Arten von abgekapselten Arbeitsbereichen hinweg) und hilft, über diesen Prozess Regie zu führen, scheint uns eine der wirkungsvollsten Interventionen, um der Umsetzung von Ideen und damit den Innovationsanforderungen zu begegnen sowie die Qualität der Arbeit und die Arbeitskultur effektiv zu verbessern.

Beim Thema Team spielt nicht die alleinige Zukunftsmusik, aber sie ist ein wichtiger Ton im Orchester zukünftiger Gefüge.
Beim nächsten isb PionierLabor "Netzwerker +1" möchten wir deshalb das Thema Team beleuchten. Gemeinsam schauen wir auf viele Jahre Praxis in der Teamentwicklung und richten den Blick auf die Zukunft von Verantwortungsgemeinschaften in Organisationen. Für die gemeinsamen Tage laden wir Euch auch dieses Mal ganz im isb Stil herzlich ein, Eure Projekte, Innovation - gelungene, solche mit Hindernissen und auch die Lernerfahrungen im Scheitern - der isb Community vorzustellen, um gemeinsam zu entwickeln, zu lernen, isb zu leben.

Wir freuen uns auf Eure Ideen!

Euer Thorsten Veith

Ihr habt selbst ein Projekt zum Thema, inhaltliche Fragen, Themen und mehr? Schreibt gerne an Laura Sobez sobez@isb-w.eu.

 

Das PionierLabor - Über das Format

Wir möchten mit Euch aktuelle inhaltliche Entwicklungen am isb teilen und als „Pioniere" gemeinsam mit Euch daran arbeiten, die Zukunft unseres Arbeitsfeldes zu gestalten. Als Forum von und für Praktiker liefert das isb PionierLabor keine Hochglanzpräsentationen, sondern Netzwerker arbeiten an aktuellen Themen aus der Praxis in verschiedenen Formaten, angelehnt an die isb Didaktik. Es geht um Erfolge und Herausforderungen, an denen wir gemeinsam lernen und entwickeln möchten. Und auch dieses Mal freuen wir uns, wenn Ihr Kollegen, Partner, Auftraggeber, Freunde oder wen auch immer es interessieren könnte als Eure(n) „+1" zum vergünstigten Preis mitbringt!

Mit großem Erfolg startete 2017 die isb Initiative „PionierLabor – Netzwerker +1" und ist seitdem zu einer festen Größe in unserer Community geworden. Nach einer coronabedingten Pause in diesem Jahr freuen wir uns besonders, Euch für 2022 wieder einladen zu können! Wir möchten gemeinsam mit Euch Neues entwickeln und an aktuellen Themen aus Eurer Praxis arbeiten. Wieder stehen Eure Beispiele, Projekte und Anliegen und bei diesem PionierLabor besonders das Thema „Team revisited" im Mittelpunkt.
Ich freue mich sehr auf Euer Kommen und auf zwei Tage voll gelebtem isb Spirit!

Thorsten Veith, Leiter isb GmbH

Das alles in zwei intensiven Tagen, an denen die isb Kultur mit Euch (und Euren "+1") lebendig wird.