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Joachim Hipp

Joachim Hipp
Lehrtrainer
isb GmbH

Kontakt und weitere Profile im Netz

„Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.“
 – Erich Kästner

"Auf einen Espresso mit Joachim Hipp".
Videointerview mit isb Leiter Thorsten Veith

Thorsten Veith und Joachim Hipp sprechen bei einem Espresso über professionelle Individuation, Entwicklungsbegleitung und warum Coaching und systemisches Denken auch in Zukunft ein Dauerbrenner bleiben werden.

Hier anschauen:

https://www.youtube.com/watch?v=Pm7Mrc3sCso

"Wissenswertes über Joachim Hipp"

  • Jahrgang 1967, Diplom-Psychologie, zwei Kinder
  • Lehrtrainer im Curriculum "Systemische Beratung für Young-Professionals“ und im Seminar „Karrierecoaching“
  • Langjähriger Managementtrainer und Coach
  • Seit 1999 Geschäftsführer des Instituts für systemische Organisations- und Karriereberatung in Frankfurt
Seit 1999 Geschäftsführender Gesellschafter von Wengel & Hipp, Institut für systemische Organisations- und Karriereberatung
Seit 1998 Lehrtrainer am isb Wiesloch
1997-1999 Organisationsberater und Coach am isb
1995-1997 Weiterbildungen in systemischer Beratung und Organisationsentwicklung am isb
1995-1997 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am isb
1993 Weiterbildung in systemischer Therapie bei der SGST
1989-1995 Studium der Psychologie an den Universitäten Konstanz und Trier

Managemententwicklung

  • Management Development Programme
  • High-Potential Entwicklungsprogramme

 

Coaching

  • Business Coaching
  • Karriere Coaching
  • Transition Coaching
  • Coaching in Change Prozessen
  • Einführung kollegialer Coachingsysteme
  • Stress und Burnout - Coaching

 

Organisationsentwicklung

  • Change Management Beratung
  • Teamentwicklung

 

Qualifizierung von Human Ressource Managern

  • Inhouse Qualifizierung in Coaching, Beratung und Karrierecoaching

2010-2011

Brainjoin Zürich, Weiterbildung zum Stress-Krise-Trauma Coach

2007

OPP England, MBTI Qualifying Workshop

2003-2004

Institut für Organisation und Dialog, Weiterbildung in Organisationsentwicklung und Dialogprozessbegleitung

 
  • Konzeption und Begleitung eines Talent-Programms für Potenzialträger eines Forschungsverbunds
  • Coachingprozesse im Rahmen von Führungskräfteentwicklungsprogrammen und Programmen für Executivepotenzialträger
  • Beratung im Rahmen eines Wertemanagementprozesses
  • Beratung eines Startups bei der Entwicklung der Führungskultur
  • Führungskräftecoachings zu Themen wie Erfolgreich Kommunizieren in schwierigen Umfeldern, strategische Positionierung, Selbstmanagement, Führungswechsel, berufliche Entwicklung, etc.

Kunden im Bereich Finanzdienstleistungen, Chemie, Pharma, Touristik, Luftfahrt, Forschungseinrichtungen und Automobilzulieferer

„Ich möchte nur Modelle und Inhalte unterrichten, deren Nutzen und Mehrwert ich in der Praxis selbst erlebt habe. Das ist für mich grundsätzlich sehr wichtig: Den Teilnehmern Inhalte anzubieten, die sie unmittelbar anwenden können und von denen ich selbst auch überzeugt bin. Das heißt ich lehre das, was ich selbst tue. Und ich möchte die Teilnehmer groß machen, sie in ihrer Flexibilität und persönlichen Handlungsfähigkeit stärken, mit ihnen an ihrer individuellen Entwicklung arbeiten. Dazu gehören für mich auch Leichtigkeit und Spaß, mit den eigenen Themen gut umzugehen und den zu Freiraum nutzen, Neues zu experimentieren und auszutesten."

Streiflichter

Joachim Hipp ist Psychologe, Coach, Unternehmensentwickler. Er ist mit ganzem Herzen Persönlichkeitsentwickler und ist fasziniert von der Entwicklung von Menschen und Systemen. Seit Jahren berät er in seinem eigenen Unternehmen Führungskräfte und Organisationen und ist ebenso lange Lehrtrainer am isb.

Laura Sobez hat im Interview mit Joachim über für ihn Wesentliches und wichtige Stationen gesprochen.

Wie war Dein früher beruflicher Weg?

Ich bin jemand, der immer schaut, wo um mich herum etwas Inspirierendes ist, dem ich folgen möchte. Das kennzeichnet auch wesentlich meinen beruflichen Weg. Die Frage danach, wie Menschen sich eigentlich entwickeln, fand ich von Anfang an sehr spannend und inspirierend und tue es bis heute.

Bei der Berufswahl war Joachim neben den Inhalten und dem Wunsch, Menschen etwas beizubringen, auch immer der Aspekt Autonomie und Freiheit für ihn persönlich sehr wichtig. All das lebe er heute im Beruf, erzählt er: „Ich beschäftige mich mit der Entwicklung von Menschen und Systemen, darf Menschen etwas beibringen und habe mir Autonomie und Freiheit erhalten. Darüber bin ich sehr glücklich."

Die erste Idee eines Berufswunsches kommt über den Bezug zu einem anderen Menschen: „Ich hatte einen tollen Deutschlehrer, dessen Arbeit ich klasse fand und der, rückblickend betrachtet, sehr coachingorientiert mit uns gearbeitet hat im Leistungskurs: Warum hast Du das geschrieben wie Du es geschrieben hast? Wie hättest Du es anders schreiben können? Diese Art von Zugang hat mir gefallen!" Joachim will also zunächst Lehrer werden, entscheidet sich dann aber doch für die Psychologie. Er wählt für sich Trier als Studienort, weil sich dort einige Professoren auf Entwicklungspsychologie fokussiert hatten und die Entwicklung von Menschen eben das ist, was ihn begeistert, und er erzählt schmunzelnd:

Ich hatte immer Schwierigkeiten mich für Dinge zu interessieren, die mich nicht interessieren und habe mir dann jeweils das herausgepickt, was ich spannend fand. Und ich bin damit gut durchgekommen.

Das systemische Denken begegnet Joachim schon im Studium immer wieder und fasziniert ihn nachhaltig. Er beschäftigt sich philosophisch, soziologisch und auch therapeutisch mit dem systemischen Ansatz. Noch während des Studiums macht Joachim eine systemische Therapieausbildung. Die Methoden und Inhalte sind für ihn sehr passend. Gleichzeitig taucht für ihn außerdem die Frage auf, wie Lernen und Entwicklung eigentlich noch funktionieren können. Schon zu diesem Zeitpunkt interessiert Joachim sich sehr für Didaktik.
Das Buch „Lebende Systeme. Wirklichkeitskonstruktionen in der systemischen Therapie" von Fritz B. Simon, in dem Maturana, Luhmann und andere Theoretiker mit Praktikern diskutieren, begeistert Joachim. „Nicht nur Theorie, sondern die Überlegung, was heißt das eigentlich für die Praxis. Das fand ich klasse!"
Diese „Praktiker" waren Gunthard Weber und Bernd Schmid...

Und bist Du so auch ans isb gekommen?

Bis dahin dachte ich noch: Die Guten machen Therapie und die Bösen gehen in die Wirtschaft. Und da möchte man ja bei den Guten sein.

Hinten im Buch „Lebende Systeme" findet Joachim eine Adresse und "ruft dort einfach mal an", um nach einem Praktikumsplatz zu fragen. Er schreibt einen Brief an Bernd Schmid, dass er seine Arbeit spannend findet und ihm gerne auf die Finger schauen würde. Im Gegenzug bietet er ihm einen "sozial kompetenten und engagierten Praktikanten". Das spricht Bernd Schmid an und Joachim kommt ans isb. Zu diesem Zeitpunkt plant Joachim eigentlich noch, Therapeut zu werden. Was ihm am isb und den Konzepten gefällt, ist die Verbindung von Theorie und Praxis, der Pragmatismus als handlungsleitendes Instrument, denn mit der Orientierung auf Anwendbarkeit eröffnet sich auch die Möglichkeit, tatsächlich etwas in der Welt zu verändern, wirksam zu werden.

Wie gelingt es, Menschenorientierung und Effizienz in unterschiedlichen Welten zusammenzubringen? – diese Frage hat mich am isb sehr angesprochen und interessiert mich noch heute.

Joachim verfasst dann seine Diplomarbeit am isb. Auch daraus entsteht eine Zusammenarbeit zwischen ihm und Bernd, Joachim wird wissenschaftlicher Mitarbeiter am isb. Fünf Jahre lang arbeitet er in allen Bereichen mit: Zahlreiche didaktische Materialien gehen durch seine Hände, ebenso ist er an Schriften und Curriculakonzeptionen beteiligt. Gleichzeitig lernt er viel, ist in Beratungen und Curricula mit dabei.

Heute hast Du Deine eigene Beratungsfirma. Wie kam es dazu?

Nach einigen Jahren Angestelltenverhältnis am isb kam für Joachim der Zeitpunkt, zu dem er in seiner damaligen Rolle alles aufgesaugt hatte und für ihn persönlich der nächste Schritt anstand. Gemeinsam mit seiner Frau Katja Wengel gründet er dann eine eigene Firma. Das hat sich sehr gut entwickelt bis heute: "– ich hoffe, auch, weil wir gute Arbeit gemacht haben!" lacht er. Seit 18 Jahren ist Joachim nun Geschäftsführer einer Beratungsfirma, die über die Jahre langsam organisch gewachsen ist. Besonders schätzt er, dass er heute mit Menschen zusammenarbeitet, die er persönlich und professionell schätzt.

Damals wie heute macht es mir Freude, auf diese Art in der Welt zu wirken und mir Gedanken darüber zu machen, wie man das Potenzial von Menschen entwickeln kann und wie man Organisationen so bauen kann, dass die Ziele und die Entwicklung der Unternehmen und die der darin arbeitenden Menschen Hand in Hand gehen.

Das schließt ja auch an Deine Rolle als Lehrtrainer an. Was gibt es da zu erzählen?

Noch vor dem Schritt in die Selbständigkeit startet Joachim mit Katja Wengel das Curriculum für Young Professionals am isb, das er über viele Jahre mit ihr gemeinsam gestaltet. Seither ist er Lehrtrainer, 20 Jahre mittlerweile.
Wichtig ist für Joachim hier immer auch die Gesamtchoreographie einer Weiterbildung, in der Didaktik, Gesamtaufbau der Bausteine, Verzahnen von Modellen und Methoden und Lehrperson ineinandergreifen. Eine gute Passung, auch bei den Lehrtrainern, untereinander ist hier hilfreich, erzählt er.
Ab 2019 wird er mit anderen das Curriculum „Systemisches Coaching und Teamentwicklung" übernehmen und arbeitet aktuell auch an der Konzeption. Hier wird ihm wie in allen seinen Bausteinen in Bezug auf die Inhalte und Modelle der Praxisbezug sehr wichtig sein, erzählt er. Damit Hand in Hand geht die persönliche Weiterentwicklung der Teilnehmer, um sie in ihrer Rolle als Coaches zu stärken, so dass sie bei unterschiedlichsten Herausforderungen handlungsfähig werden.

Letztlich geht es darum, Menschen in ihrer Kompetenz zu stärken, flexibel und souverän auf die Komplexität zu reagieren und mit ihr zu arbeiten. Hierfür braucht es immer individuelle und passgenaue Lösungen.

Und was bedeutet es für Dich, „Lehrtrainer" zu sein? Was ist wesentlich?

Lehrtrainer zu sein ist eine Rolle, die mir unglaublich viel Spaß macht. Ich sehe und lebe sie als eine Kombination von Coachen und Lehren, und das sind beides die Dinge, die ich am liebsten mache. Gleichzeitig arbeite ich am isb mit Inhalten, die mich begeistern und bei denen ich selbst immer wieder Neues lerne. Die systemische Idee inspiriert mich hier immer wieder aufs Neue. 
Das Besondere an den Modellen hier ist für mich, dass ich auch nach 18 Jahren immer wieder neu draufschauen und sie auf anderen Ebenen entdecken kann. Gleichzeitig andere Menschen dabei zu unterstützen, selbst bessere Berater zu werden und sie zu begleiten auf ihrer Suche nach guten Ergänzungen, die ihnen helfen, eigene Situationen noch besser zu meistern – das ist bereichernd und wird niemals langweilig! 
Und ich mag es, Menschen groß zu machen. Im Curriculum möchte ich Modelle, Beispiele, Feedback und Räume geben, die jedem einzelnen Teilnehmer helfen, seinen oder ihren eigenen Stil zu entdecken und sich zu entwickeln. Darin sehe ich meine Rolle.

Eines Deiner Herzensthemen ist die „Berufliche Individuation". Was verstehst Du darunter und warum ist es ein wichtiges Thema?

Wie werde ich, professionell gesehen, der- oder diejenige, die in mir angelegt ist? Was ist mein Eigenes? Wo sind meine Stärken und Herausforderungen? Und wie kann ich das im Laufe meines Lebens entfalten? Dieser Prozess der beruflichen Individuation war für mich schon sehr früh wesentliches Thema im Coaching und in der Rolle als Lehrender.

Für Joachim ist hiermit keinesfalls nur gemeint, welcher Job letztlich „der richtige" für uns ist, auch wenn das natürlich wichtiges Element ist. Vielmehr fasst er unter diesem Begriff der beruflichen Individuation die Einzigartigkeit jeder individuellen Entwicklung, wie zum Beispiel die Art und Weise, wie wir auf bestimmte Stile und Herausforderungen reagieren. Wo sind meine Stärken? Wie kann ich Einseitigkeiten vermeiden in der Entwicklung? Bernd Schmid übernimmt diesen Begriff von Joachim Hipp und spricht hier auch von „Menschwerdung im Beruf". Über die Jahre entfaltet Joachim mit seinen Kollegen den Begriff über das einzelne Individuum hinaus auf die gesamte Organisation, für die letztlich dasselbe Prinzip gilt: Wie kann ein Unternehmen beitragen, dass sich die Menschen darin optimal entwickeln, dass sie das tun, was sie am besten können, indem sie Sinn, Leidenschaft und Kompetenz verbinden?
In dieser Perspektive liegt bis heute ein wesentlicher Aspekt von Joachims Arbeit als Berater wie auch seines Selbstverständnisses in der Rolle als Lehrtrainer.

Und was ist typisch für Dich als Lehrtrainer? Was dürfen die Teilnehmer erwarten?

Lernen ohne Humor ist wie eine Operation ohne Narkose! (nach Michael Bohne)

Joachim mag Humor! Und er findet: "Lernen muss Spaß machen. Sonst macht es zum einen keinen Spaß und zum anderen kann man nichts lernen!" Beim Lernen sollte eine gewisse Leichtigkeit mit zum Tragen kommen, das ist ihm wichtig. Denn Lernen heißt auch Ausprobieren, Experimentieren, Fehler machen und vor allem, sich dabei gut fühlen. Joachim erzählt, dass er selbst die Erfahrung gemacht hat, dass immer, wenn er etwas lernen sollte und ein symbolisch gesprochen erhobener Zeigefinger über ihm schwebte, das Lernen selbst nicht mehr möglich war. Das versucht er nun grundsätzlich anders zu machen in seiner Rolle als Lehrtrainer.
Bezogen auf die Inhalte arbeitet Joachim gerne mit Modellen und eine seiner Stärken liegt darin, diese verdichtet und klar in ihrer Essenz zu transportieren. Dabei interessiert ihn besonders, inwiefern diese Modelle tatsächlich einen Unterschied in der Praxis machen, einen Mehrwert. Hierauf fokussiert er auch als Lehrtrainer im Sinne von: „Spielt damit, probiert aus, was es verändert!"
Joachims Lehrstil ist von großer Klarheit gekennzeichnet, er überschaut sehr schnell Situationen und Dynamiken und agiert hier als Lehrtrainer auch durchaus einmal liebevoll konfrontativ. Gerade hier entsteht oft der persönliche Bezug und Mehrwert für die Teilnehmer.

Ich erkenne relativ schnell Muster. Das biete ich Klienten und Teilnehmern dann auch an, gerne mal humorvoll provokativ, wenn es passt, jedoch immer im Sinne einer positiven Entwicklung. Muster wahrzunehmen und dann für mich zu behalten, wäre im Kontext von Lernen ja wie unterlassene Hilfeleistung.

Gibt es ein Schlüsselerlebnis in Deiner Lehrtrainerrolle?

Oh da gibt es viele! Was mich aber sehr oft berührt, ist die Art und Weise, wie Teilnehmer untereinander ihre Entwicklung unterstützen, ehrliches, sorgsames und dabei wertschätzendes Feedback geben, Entwicklung dennoch auch einfordern. Gleichzeitig ist jeder in Ordnung wie er oder sie ist, es findet keine Ausgrenzung statt und Andersartigkeit wird benannt und integriert. Wenn ich diese gelebte systemische Haltung und Kultur in Gruppen wachsen sehe und ihre Wirkung erlebe, das ist schon jedes Mal ein Schlüsselerlebnis für mich und berührt mich. Daran kann man viel lernen und wachsen.

Was war Dein größtes Learning in den letzten sechs Monaten?

Mit Kritik umzugehen, das ist auch bei mir wie sicherlich bei vielen Menschen ein on going Lernfeld. Da lerne ich im Moment besonders viel von meiner 14-jährigen Tochter, die eine unglaubliche Kompetenz hat, Kritik anzunehmen, dabei auf eine gute Art und Weise betroffen zu sein, ohne sich aber schlecht zu fühlen. Wow! Das gelingt mir selbst...manchmal (lacht). Da konnte ich mir Einiges abschauen in den vergangenen Monaten

Gibt es Konstanten in Deinem Leben, etwas, das Dir Kraft gibt?

Joachim macht gerne Sport, spielt Fußball und Tennis, das ist für ihn ein wichtiger Ausgleich zum Beruf. Und er spielt seit seinem siebten Lebensjahr Klavier, seit seinem 11. auch Trompete. Als Jugendlicher ist er Teil einer Dixieland-Band, das machte ihm viel Spaß und hier fanden auch seine ersten Bühnenerfahrungen statt: Auf der Straße in allen großen Städten der Schweiz gemeinsam mit Freunden Musik zu machen. So haben sie damals ihre Urlaube finanziert. Die Banderfahrungen ziehen sich durch Joachims Jugendzeit und er finanziert einen großen Teil seines Studiums mit der Musik.

Musik ist eine wichtige Konstante! Ich bin von Natur aus introvertiert, das heißt, wenn ich viel in Kontakt und Bezug war, brauche ich auch eine Phase der Ruhe. Mich dann ans Klavier zu setzen und – wie meine Mutter immer gesagt hat – zu „klimpern" und das, was grade da ist in Musik auszudrücken, das bringt mich zu mir selbst und gibt mir Energie.

Und sonst? Was gibt es noch zu erzählen?

Ich liebe es, in Kulturen einzutauchen, weniger von außen anzuschauen, sondern mittendrin zu sein, reinzugehen und das zu erleben. Das ist auch die Art, wie wir als Familie reisen.

Joachim kocht sehr gerne und isst am Liebsten Frühlingsrollen. Er probiert internationale Küche aus, vorwiegend asiatisch. Das ist auch die Ecke der Welt, in die es ihn und seine Familie immer wieder zieht.
Und Lieblingsbücher? Joachim erzählt lachend, dass er lange Zeit eigentlich nur Fachbücher gelesen hat: „Systemisch so, systemisch so!", bis ihm seine Schwester "Krabat" von Otfried Preußler schenkte, das ihn sehr begeisterte. Seither findet diese Art von Buch auch einmal den Weg auf seinen Nachttisch. Im Bereich Belletristik am meisten geprägt haben ihn aber die Bücher von Max Frisch mit ihren klugen Denkfiguren, die ihn in den Nebensätzen berühren und begeistern.

Vielen Dank, lieber Joachim, für das spannende, lustige und bereichernde Gespräch mit Dir!

"Typisch Jo!"

Stimmen aus den Reihen des isb

Klar und treffsicher
Praxisnah
Humorvoll
Challenger/Herausforderer
Introvertiert
Mit großem Anspruch
Entspannt und kompetent
In sich ruhend
Eloquent
Auf den Punkt
Spielt toll Klavier!
Ich-Es-Typ!