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Neubau-Tagebuch

Kapitel 1: 1981 – 2019. Was war. Was ist. Was will sein.

16. November 2019 – von Bernd Schmid

Vor 40 Jahren wollten Gunthard Weber und ich ein gemeinsames Institut gründen. Ich war 32 und schon selbständig, fand aber, dass meine Muskeln für mehr als ein einfaches Freiberuflerleben reichten. Wir wollten zusammen was Größeres hinkriegen und auch privat näher beieinander sein. Gunthard wohnte schon im Schlosshof, einem doch sehr heruntergekommenen „Hinterhof" von Wiesloch in herrlicher Umgebung.
Also bemühte ich mich um das alte Wohnhaus gegenüber mit Scheune. 1981 konnten wir beides kaufen und bis 1984 umfassend aus- bzw. in alten Mauern neu-bauen.

Mit Zukunftsvertrauen und Wagemut stürzten wir uns in die Wellen des auf uns zukommenden Lebens, von denen manche dann doch höher waren als wir erwarteten. Wir mussten besser schwimmen lernen, um nicht unterzugehen.

Heute ist das isb eine von vielen getragene Institution geworden und wird für den Gruppenbetrieb im altgedienten Schlosshof doch eng. Gunthard und ich sind immer noch Freunde und wie andere hier im Ruhestand. Es würde dem Schlosshof gut tun, sich auf die nächste Generation junger Familien vorzubereiten, also wieder privater werden. Auch meine Frau Irene, die über Gastlichkeit im Hause wacht, will ihren Lebensrhythmus mehr und mehr an ihren privaten Interessen ausrichten.


Den Übergang in die Zeit nach uns haben wir in vieler Hinsicht schon viele Jahre gestaltet. Doch zogen sich in Sachen „neue Heimat für das isb" die Dinge über Jahre hin, bis wir 2017 endlich eine der Optionen, einen alten Bauernhof mit herrlichem Garten, einen Steinwurf entfernt, kaufen konnten.

Der Schlosshof: Wir haben verstanden, welche Bedeutung ein Ort für Professionskultur haben kann, ein Ort, mit dem sich gute Erfahrungen verbinden und an den man gerne für weiteres Lernen zurückkehrt.

Dieser Ort kann das neue isb-Gelände sein. Es sind die Ausrichtung zum Tal und Radweg hin und der verwunschene Garten allein für das isb, die letztlich entscheidend waren.

„Kaufen Sie es! Besser ein Einheimischer kriegt es!" meinte die benachbarte Bäuerin. Ein solcher Ritterschlag schon nach 40 Jahren! Sie gab dann auch noch ein Stück Garten dazu, sonst wären wir mit den Stellplätzen nicht hingekommen. So übernahmen wir schließlich das Anwesen - zuletzt eine Milchwirtschaft - so wie es die alte Frau hinterlassen hatte.

Die Entrümpelung gab viel Gelegenheit, den Lebensweisen derer vor uns zu begegnen, und fast alles irgendwie Verwertbare fand neue Eigentümer, erfreulicherweise besonders unter Jüngeren, die bezüglich materiellem Verbrauch einen geringeren Fußabdruck hinterlassen möchten. Toll!

Wie gehen wir als Bauherren - schon um die 70 - nun an ein Vorhaben ran, das wir uns von unserer Lebensgestaltung her zehn Jahre früher gewünscht hätten? Wir stürzen uns nicht mehr einfach rein, wie in jungen Jahren. Risiken können und müssen wir besser einschätzen. Da hilft Erfahrung und ein solides finanzielles Fundament, das in den letzten Jahrzehnten erfreulicherweise entstanden ist. Dennoch bleiben viele Unwägbarkeiten wie unsichere Baupreise, schwer verfügbare Handwerker und nicht zuletzt unsere Gesundheit und Gestaltungskraft. Architekt und Bauleiter ist ein Freund und früherer Schlosshofbewohner. Er will uns abnehmen, was immer geht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des isb tun das ihre, soweit der künftige Betrieb betroffen ist. Und meine Frau und ich werden versuchen, unseren Ruhestand und unseren Nachtschlaf zu schützen, so gut es geht. Wir hoffen, mit allem in ca. drei Jahren fertig zu sein.

Im September geht es mit Abbruch los. Wir erzählen demnächst mehr...